Schutzzaun - Tierschutzverein Katzenhilfe WAF e.V.

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Schutzzaun

Vermisst
Elektronischer Schutzzaun
Soll die Katze Freilauf haben oder nicht? Ja, die Katze braucht ihre Freiheit, rufen die einen, nein, viel zu gefährlich, die anderen.
Hauskatzen, vor allem, wenn sie Freilauf gewöhnt waren, lassen sich nur sehr schwer wieder einsperren. Andere, die ihre Kindheit in einer Wohnung zusammen mit Menschen verbrachten, vermissen den Freigang weniger, selbst, wenn sie auf der Fensterbank wehmütig den Vögelchen draußen nachschauen, die sie doch so gern gejagt hätten.
Eines ist sicher: Katzen mit beliebigem Freigang leben gefährlich!
Aber für viele Katzenbesitzer stellt sich die Frage nach Freigang erst gar nicht, weil sie z.B. in einer oberen Etage in der Stadt wohnen. Das muss für die Lebensqualität der Katze nicht unbedingt schlecht sein (s.o.):
Wichtiger als der Freilauf ist dem Tier das gute Verhältnis zu seiner Bezugsperson. Man weiß das aus Beobachtungen von Zookatzen. Ferner sollte man dafür sorgen, dass sich das Tier nicht langweilt. Ein guter Sitzplatz auf der Fensterbank mit Blick nach draußen, Kletter- und Spielmöglichkeiten sorgen für Abwechslung, genausowie der Fernseher.
Besonders Tier- und Zeichentrickfilme werden bevorzugt. Enthält das Programm dazu noch Geräusche aus der Natur, sind viele Katzen fasziniert.
Gibt’s einen Balkon, sollte man ihn unbedingt durch Netze sichern (Vermieter vorher fragen!!). Sonst kann die Katze abstürzen, weil sie z.B. einem Vogel nachjagt, oder sie bricht u .U. über einen nahe stehenden Baumast aus (Bekannten von uns ist das passiert, und die junge Maine Coon wurde prompt überfahren!)
Nur keine Langeweile und Einsamkeit!
Besonders günstig ist es, wenn der Mensch viel Zeit für seine Katze hat, d.h. er muss zwar nicht unentwegt mit ihr spielen; wenn sie ihm aber z.B. bei der Arbeit zusehen darf, ist sie schon zufrieden. Während ich diese Zeilen schreibe, sitzt eine unserer Katzen neben mir auf einer ausgezogenen Schreibtischschublade, auf die ich eine weiche Unterlage gepackt habe, und sieht mir beim Tippen zu, wenn sie es nicht vorzieht, auf diesem Plätzchen zu schlafen.
Ausgesperrt ist sie todunglücklich und weint vor der Tür zum Steinerweichen.
Hat man weniger Zeit, ist in jedem Falle eine zweite Katze günstig, denn Katzen sind keineswegs nur Einzelgängerinnen.
Katzenparadies Garten?!
Nun gibt es Leute, die haben einen Garten. Und da ist es natürlich besonders schön, wenn die Katze ihn mitbenutzen kann. Aber eingezäunt sollte ihr Terrain schon sein! Allerdings scheuen viele die hohen, hässlichen, nach innen abgewinkelten Zäune, die doch einem Garten sehr das Image eines Gefängnishofes verleihen.
Es gibt einen finanzierbaren und wirkungsvollen Kompromiss. Je nach Größe des Gartens kann man ihn ganz oder nur zum Teil mit einem normalen, etwa brusthohen Maschendrahtzaun absichern. Als Abschluss oben wird ein Elektro-Weidezaun-Kabel gespannt. Die nötigen Isolatoren werden einfach auf die Zaunpfähle geschraubt.
Allerdings sollte der Maschendraht verzinkt und nicht kunststoffisoliert sein, will man sich Misserfolge oder ein zweites Erdkabel sparen.
Weidezaungeräte werden für Kleintiere angeboten. Man kann sie auch im Zubehörhandel für landwirtschaftliche Betriebe kaufen. Die Installation ist einfach.
Wir besitzen jetzt seit Jahren eine solche Anlage. Nach langem, misstrauischen Beobachten lassen wir unsere Tiere nun unbesorgt hinaus. Ausgebrochen ist noch keine, solange die Funktion nicht durch Stromausfall oder herunterhängende Zweige gestört wurde.
Diesem Zaun kann man trau’n!
Es kann natürlich zusätzlich so sein, dass die Tiere den Garten auch als ihr Revier und ihre Sicherheitszone betrachten, die sie nicht gerne verlassen.
Zum Springverhalten der Katze: Sie wird kaum in einem einzigen Satz das Hindernis überwinden, wie Pferde oder Rehe das tun, sondern zunächst die oberste Stelle des Zaunes erklimmen, dort nochmals sichern, bevor sie sich dann auf die andere Seite absetzt. Aber oben ist ja nun das Elektrokabel!
Kann sein, dass sie beim erstmaligen Kontakt einen Satz nach vorne, also nach draußen macht. Aber das war das erste und letze Mal. - Konsequenz: Bei der Zauneinweihung gut beobachten und notfalls helfen, damit die Katze wieder rein kann, denn freiwillig springt sie nicht nochmals auf den Zaun.
Weil der Zaundraht kunststoffisoliert ist, mussten wir eine verzinkte Bahn des so genannten Kaninchen-Drahtes darüber ziehen, um den Erdkontakt zu sichern. Da dieser nicht gespannt werden kann, sieht der Zaun nun etwas wellig aus. Ich habe auch elegantere Lösungen gesehen, bei der statt Maschendraht nur ein zweites Kabel verwendet wird. Erfahrungen haben wir damit aber nicht.
Nur eine unserer Hauskatzen hat sich nicht abschrecken lassen: Sie fand schnell heraus, dass sich am Gartentürchen ein isolierter Griff befand, mit dem wir das Kabel aushaken können. Genau an dieser handbreit ungeschützten Stelle kletterte sie hinüber.
Shorty zahlte diese Freiheit mit ihrem Leben: Sie wurde widerrechtlich von einem Jäger im Wohngebiet erschossen!j
jügro




© Tierschutzverein Katzenhilfe Kreis Warendorf e.V.
25.10.2019
aktualisiert am
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